Corona Hochzeiten

- Wie kann das aussehen?


Nun stecken wir schon zwei Momente in diesem Ausnahmezustand und so richtig daran gewöhnt, habe ich mich zumindest immer noch nicht.

Zu Beginn haben wir alle gehofft, dass es schnell vorbei geht und wir schnell wieder zur Normalität zurück finden werden. Und das am Besten vor Mai, denn dann fängt nicht nur die Hochzeitssaison so richtig an, sondern auch die Badesaison, die Biergartenzeit und generell das lockere Leben im Sommer an.


Doch unsere Hoffnung wurde enttäuscht.

In vielen Bundesländern sind private Feiern, wie Hochzeiten, noch gar nicht wieder erlaubt. Und in den wenigen Bundesländern, wie Hessen, wo sie erlaubt sind, sind die Vorgaben der Hygiene- und Abstandsverordnungen so massiv, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass man so sein Fest der Liebe feiern möchte.


Was also tun?


Ich bin keine Wissenschaftlerin und kein Hellseherin und wage es dennoch, eine Meinung zu haben und zu äußern.

Dies tue ich als Mensch und Hochzeitsfotografin, die über hunderte Brautpaare fotografisch und menschlich an ihrem Hochzeitstag begleitet hat.


Das Fest der Liebe macht für mich die menschliche Nähe aus. Hier kommen Familien und Freunde zusammen, oftmals aus ganz Deutschland oder sogar aus der ganzen Welt. Mit viel Liebe, Freude und Spaß wird dieser besondere Tag gefeiert, die sich in Lachen und Umarmungen widerspiegeln.

Körperliche Nähe bei der Gratulation und auf der Tanzfläche sind für mich gar nicht wegzudenken.

Doch genau das besagen die Vorgaben in Hessen.


Abstand halten, Mundschutz tragen, keine Umarmungen, kein Flanieren des Brautpaares zwischen ihren Gästen beim Empfang machen aus dem ehemals ausgelassenen Fest für mich eine eher traurige Veranstaltung.

Ich gehe davon aus, dass auch NRW bald eine Verordnung für private Feierlichkeiten veröffentlichen wird. Bis dahin bleiben meine Gedanken Spekulationen. Ich denke, dass es ähnlich wie in Hessen sein wird bei einer Gästezahl bis 100 Personen in einer gewerblichen Lokalität. Ich vermute aber auch, dass es im kleineren Rahmen weitere Lockerungen geben wird, so wie es schon mal von der Bundesregierung kommuniziert wurde. Dann wären Feiern im engsten Kreis möglich, die man auch im privaten Rahmen umsetzen könnte.




Momentan ist dies aber alles noch nicht spruchreif.

Allen Brautpaaren, die für Mai oder Juni geplant haben und verlegen werden, rate ich unabhängig von dem Rat vieler Dienstleister und Locations nicht in den Winter zu verschieben.

Eine Winterhochzeit ist etwas ganz anderes als eine Frühjahrs- oder Sommerhochzeit.

Und es ist gar nicht sicher, dass dann schon wieder alles gelockert ist. Und ihr am Ende dann doch mit Mundschutz beim Empfang stehen werdet.

Auch Sommerhochzeiten 2020 sollten sich schon überlegen, wie ihre Alternative aussieht.


Vielleicht doch nur zum Standesamt mit der engsten Familie und danach eine Feier im privaten Rahmen Zuhause. Das sollte meiner Meinung nach bald wieder möglich sein, bzw. ich bekomme jetzt schon mit, dass es einige so machen. In anderen Bundesländern sind private Feiern mit bis zu 30 Personen schon wieder erlaubt. Und auch wer keinen eigenen Garten oder das passende Haus hat, kann auf diese Weise eine intime Hochzeit feiern. Gerne verrate ich euch wie in einem persönlichen Gespräch.


Und die große Feier wird dann verlegt - auf den ersten Hochzeitstag oder einfach auf einen Zeitpunkt, wann es wieder geht.

Die Gastronomie und damit die Hochzeitslocations haben es gerade sehr schwer. Unterstützt sie, indem ihr dort mal öfter essen geht. Und sprecht mit ihnen über eure Überlegungen rund um eure Feier.

Wir sind alle auch Menschen und nicht nur Dienstleister, die gerade in der Ausübung ihres Berufs etwas behindert werden.

Für mich sind die Wünsche meiner Kunden an erster Stelle. Aus diesem Grund habe ich für diesen Sommer bei Anfrage für große Hochzeitsfeiern keine Verträge mehr abgeschlossen, die während des Lockdowns angefragt haben und mir auch zugesagt haben. Denn es sind zufiele Unbekannte im Spiel. Doch ich bleibe weiter zuversichtlich, dass es bald Regelungen geben wird.


Ich vertraue darauf, dass diese Brautpaare mich buchen werden, wenn sie wissen, wann und wie ihre Hochzeit tatsächlich stattfinden wird.

Bis dahin erfreue ich meine Kunden mit meinen Fine Art Porträt Sessions und schaue, wie ich meinen Brautpaaren helfen kann, eine Entscheidung zu fällen.



Credits:


Styling & Planning: Elke Nehring; First Weddingplanner

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HEIKE MOELLERS PHOTOGRAPHY

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based in Düsseldorf, Germany & Ibiza, Spain

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